Mein GPS Gerät – Praktische Outdoor­ Navigation

Im Zeitalter der Smartphones scheinen GPS Geräte ihren Sinn zu verlieren. Benutzer von GPS Geräten aber schätzen die Batterie-Laufzeit, Wetterfestigkeit und Genauigkeit solcher Geräte. Outdoor-Fans nutzen diese Geräte für genaue Ortung und zuverlässige Navigation.

Ein weiterer Vorteil solcher Geräte: Sie können auch schon einmal runter fallen und gehen nicht so schnell kaputt – Versuchen Sie das mal mit Ihrem Handy! Haben Sie einmal eine aktuelle Karte auf ihr Gerät gespielt, stehen ihnen diese Daten immer wieder zur Verfügung. Auch dies ist nicht immer der Fall bei Multifunktionsgeräten.

Es gibt viele Geräte auf dem Markt. Verschiedene GPS Geräte sind für verschiedene Aktivitäten gebaut – Rad fahren bewegen sich anders als Wanderer, und selbst unter den Wanderer gibt es Geocacher. Bei den vielen Modellen sind einige Geräte für Anfänger, Outdoor-Fans und/oder Geocacher gemacht.

Hier finden Sie gute GPS Geräte

Wissenswertes über GPS Geräte

GPS Geräte suchen nach Satellitensignalen aus dem All. Diese Signale werden von speziellen Satelliten gesendet, Je nach System wird das amerikanische Global Position System (GPS) oder, wenn es ein neueres Gerät ist, GLONASS verwendet. Beide System funktionieren recht ähnlich: Sie senden ein Zeitsignal aus, welches das Empfängergerät aufnimmt. Aus den Abweichungen kann dann die genaue Position auf der Erde berechnet werden.

Die Genauigkeit von GPS Geräten kann von einer schnelleren Berechnung dieser Abweichung und den möglichen Empfang der Signale abhängig sein.

Auf was sollte beim Kauf von GPS Geräten geachtet werden?

Wenn etwas bei eine GPS Gerät wichtig ist, dann ist es die Genauigkeit dieser Geräte. Je nach Umgebung kann die Genauigkeit stark schwanken. Berge zum Beispiel schirmen GPS Signale stark ab. Daher sollten Sie bei dem Kauf eines GPS Empfänger auf einen hochempfindlichen Empfänger bzw. Antenne achten.

Für das Outdoor-Spiel „Geocaching“ benötigt es eine Genauigkeit von knapp fünf Meter. Dies ist etwa die genauste Positionsermittlung, welche momentan möglich ist. Beinahe jedes GPS Gerät auf dem Markt kann auf diese Zahl kommen – bei den neusten Modellen (Jünger als 3-4 Jahre) ist diese Genauigkeit gegeben. Aber wie jeder Geocacher weiß: Manchmal braucht es neben der Genauigkeit auch einer „geschultes“ Auge.

Ein wichtiger Aspekt ist der Bildschirm von GPS Empfängern: Hier gibt es viele Möglichkeiten der Umsetzung. Die meisten verbreiteten Modelle nutzen einen Joystick oder ein Touchscreen. Mit einem kleinen Joystick manövrieren Sie über Menüpunkte und, falls vorhanden, eine Karte der Umgebung. Mit einem Klick auf einen Knopf aktivieren Sie den ausgewählten Menüpunkt.

Der neuste „Trend“ sind Touchscreens. Diese sind von Smartphones bekannt und können von den meisten sehr intuitiv benutzt werden. Alle Funktionen werden über eine Oberfläche erreicht. Leider sind diese Bildschirme auch in der Regel die Schwachpunkte dieser Geräte. Da diese Geräte für Outdoor konzipiert sind, gehen sie durch einen Kratzer nicht so schnell kaputt. Dennoch gelten Touchscreens und eher anfällig für größere Fehler.

Am Ende dürfte es für die meisten Benutzer egal sein, welche Eingabemethode benötigt wird. Beide sind extrem stabil und für Wind, Wetter und Stürze konzipiert.

Garmin Oregon 600

Preis prüfen
(Beispiel für Touchscreen)
Garmin eTrex 10
Preis prüfen
(Beispiel Joystick)
Garmin Gpsmap® 64s

Preis prüfen
(Tastensystem)

Der Energie-Verbrauch von GPS Empfängern ist natürlich auch ein wichtiger Punkt. Da diese Geräte nur eine einzige Aufgabe haben und nicht z.B. mit dem Internet verbunden sind, können sie mit einigen AA Batterien bereits 10 bis 20 Stunden halten. Sollten die Batterien doch einmal mitten im Wald ausgehen: Platz für einfache Batterien im Wanderrucksack sind immer irgendwo. Dieser Verbrauch schwankt stark von Modell und Hersteller und unterstützen Funktionen.

Wenn wir schon bei Funktionen von GPS Geräten sind: Sie sollten wissen, was sie mit dem Gerät machen möchten. Zumindest ungefähr. Denn einige Hersteller gehen soweit und spendieren ihren Geräten ein komplettes Navigationssystem für das Auto, andere unterstützen „nur“ die Speicherung und Abruf von Wegpunkten. Wieder andere haben eine Backtrack-Funktion und können mit den Rad gefahrene Strecken auswerten.

Und dann gibt es noch Geräte mit der Möglichkeit Karten anzuzeigen. Diese Funktion ist bereits bei den meisten GPS Geräten Standard. Doch darin gibt es Unterschiede: Manche GPS Modelle erlauben nur Karten vom Original-Hersteller, andere erlauben das Aufspielen von Dritt-Material (wie Open Street Map)

Da hört es noch nicht bei möglichen Features von GPS Geräten auf! SD-Karten-Speicher, Halterung für das Fahrrad und viele andere Features können in einem Gerät enthalten sein. Doch: Haltbarkeit, Gute Lesbarkeit und lange Batterielaufzeit sollten die wichtigsten Aspekte bei einem GPS Empfänger sein.

GPS Empfänger für Geocaching

Vermutlich werden die meisten GPS Geräte für das Outdoor-Hobby „Geocaching“ nutzen. Geocaching ist eine Spielart der bekannten „Schnitzeljagd“. Ziel ist es Behälter in der Natur zu finden und sich dort auf eine Liste einzutragen. Jeder Spieler kann einen solchen „Cache“ legen und seine Koordinaten im Internet veröffentlichen. Andere nutzen dann ihr GPS Gerät um an die Koordinaten zu kommen und den Cache vor Ort zu suchen.

Beliebte Verstecke von Caches befinden sich dabei in Wäldern oder Bergen. In diesen Gegenden ist es kritisch guten Empfang zu haben, um sich auf einigen Metern dem Ziel zu nähern.

Natürlich sollte hier nicht das „Papierlose Caching“ unerwähnt bleiben. Einige GPS Geräte haben die Möglichkeit für Wegpunkte Anmerkungen zu hinterlassen oder besitzen gleich einen kompatiblen Geocaching-Modus, auf dem die Cachebeschreibung gelesen werden kann. Die Modelle von Garmin unterstützen die Funktion von „Wherigo“, was eine weitere Spielart von Geocaching ist. Leider ist dies nicht immer der Fall.

GPS Geräte für das Fahrrad

An einigen Stellen in diesem Text wurde es angeschnitten: GPS Geräte können auch mit Fahrrädern verwendet werden. Diese werden oft dazu genutzt, um die gefahrene Strecke zurück zu verfolgen, Höhenmeter auszuwerten, zu navigieren oder „einfach“ als Bordcomputer direkt am Fahrrad. Dazu gibt es von verschiedenen Herstellern die Möglichkeit das GPS Gerät am Fahrrad zu befestigen.

Jeder Hersteller nutzt für die Befestigung eine andere Technik. Garmin zum Beispiel ersetzt den Batteriedeckel mit einer alternativen Version, welche an dem Lenker festgemacht werden kann. Einige Hersteller bzw. Modells bringen diesen „Adapter“ gleich mit, bei anderen kann dieser günstig nachgekauft werden.

Magellan gegen Garmin

Aus dem Geocaching-Bereich stammend kommt folgender Glaubenskrieg zwischen GPS Marken: Garmin gegen Magellan. Beide sind gute Hersteller von GPS Geräten und können auf eine lange Geschichte zurück gucken. Garmin hat sich in diesem „Kampf“ an Marktführer etabliert und gilt als die Referenz-Marke für alle GPS Geräte auf dem Markt.

Manche Benutzer sagen Magellan habe den besseren Empfang, andere sagen Garmin habe den besseren Empfang. Unter dem Strich kommt es auf die persönliche Präferenz an. Mit beiden Hersteller fährt man gut, daher kann man ganz gut auf Ausstattung der GPS Geräte achten.